Der HNO-Arzt in Kunst und Literatur+ Buchbesprechung

Der HNO-Arzt in Kunst und Literatur+ Buchbesprechung

Im Gegensatz zu den messerschwingenden, heroischen Chirurgen oder dem milde sinnierenden Internisten beim Abhören des Herzens, scheinen die HNO-Ärzte bei darstellenden Künstlern und Literaten nicht sehr beliebt zu sein. Angeblich gibt das Sujet „Ohrenarzt“ künstlerisch zu wenig her. Nur so erklärt sich die sehr geringe Wertschätzung dieses Berufes im Bereich der darstellenden Kunst und Literatur.…

Arthur Hartmann_ Vom Ohrentrichter zum Reformbrot

Arthur Hartmann_ Vom Ohrentrichter zum Reformbrot

Die von Arthur Hartmann angegebenen Instrumente haben wir HNO- Ärzte noch heute täglich in der Hand: den Ohrentrichter, das Nasenspekulum und das Ohrzängelchen. Hartmann war ein hervorragender Vertreter und Lehrer unseres Fachgebietes. In seinem Ruhestand hat er ein Buch über Ludwig Uhland geschrieben und war ein Befürworter der vegetarischen Rohkost und des Antialkoholismus. Quellenangabe: HNO-Nachrichten…

Wilhelm Brünings_Ein Mann mit Schmiss und sein Endoskop

Wilhelm Brünings_Ein Mann mit Schmiss und sein Endoskop

Heute könnte man etwas salopp sagen, dass Wilhelm Brünings ein „Hans Dampf in allen Gassen“ war. Oder wie sein Schüler Hans Leicher bemerkte: „Man konnte sich mit ihm ebenso gut über Kunst und Literatur, über Musik und Theater, über philosophische Probleme wie über den Bau von Flugzeugmotoren, Bewässerungsanlagen oder über Sitten und Gebräuche der Brahmanen…

Gedanken zur Geschichte der HNO-Heilkunde

Gedanken zur Geschichte der HNO-Heilkunde

„Die HNO-Heilkunde mit ihren gerade mal 150 bis 200 Jahren ist noch zu jung für eine umfassende Geschichtsschreibung.“ Eine Feststellung, die angesichts unserer geradezu explodierenden Wissensfülle absolut überheblich und falsch ist. Das Wissen um die Geschichte unseres Faches ist ein wichtiges Fundament für die Weichenstellung zukünftiger Forschung. Quellenangabe: HNO-Nachrichten 2-2021

Die Koniotomie bei F. Dürrenmatt_Schneid doch endlich

Die Koniotomie bei F. Dürrenmatt – Schneid doch endlich

Vor 60 Jahren gehörten Werke des Schweizer Schriftstellers Friedrich Dürrenmatt (1921–1990) zur Pflichtlektüre in den höheren Jahrgängen des Gymnasiums. Für den heutigen HNO-Arzt ist es interessant, dass Dürrenmatt 1951 in seinem Kriminalroman „Der Verdacht“ der Koniotomie ein literarisches Denkmal gesetzt hat. Quellenangabe: HNO-Nachrichten 1-2021

Zwischen Ohrenspiegel und Leichenmantel-Hofmanns Problem mit dem Scheintod

Zwischen Ohrenspiegel und Leichenmantel-Hofmanns Problem mit dem Scheintod

Friedrich Hofmann, der erst posthum hoch gefeierte Erfinder des HNO-Reflektorspiegels, hat sich als Kreisphysikus von Burgsteinfurt auch mit ganz anderen Dingen als mit Ohruntersuchungen beschäftigt. Ihn trieb die Frage um, wie das „Lebendigbegrabenwerden“ vermieden werden kann. Eine Frage, die in der damaligen Zeit ohne EEG und Nulllinienbeurteilung von großer und angstbeladener Bedeutung war. Quellenangabe: HNO-Nachrichten…

Der Rachen - Der Eingang zur Hölle

Der Rachen – Der Eingang zur Hölle

In den Vorstellungen vieler Religionen ist alles ganz einfach: Über den Wolken ist der Himmel, in dem die guten Verstorbenen im Paradies wohnen, und unter der Erde ist die Hölle, wo der Teufel wohnt, der das Höllenfeuer schürt und die Sünder bestraft. Das Tor zu dieser Unterwelt

Der Irrweg der Trommelfellmassage

Der Irrweg der Trommelfellmassage

Dass Ärzte immer das Beste für ihre Patienten anstreben, mag vorausgesetzt sein. Aber medizinische Therapien sind wie Modeerscheinungen, sie wechseln ständig. Nach Jahren wird bei manchen noch so wohlgemeinten und sinnvoll erscheinenden Therapiekonzepten – die sogar mit professoralem Impetus vertreten wurden – die Evidenz angezweifelt, ggf. sogar die Schädlichkeit festgestellt. Als Beispiel möge der Auf-und…

Gustav Brühl, Gegen das Vergessen

Gustav Brühl, Gegen das Vergessen

„Denn ihre Werke folgen ihnen nach“, dieser Satz trifft auch auf den heute weitgehend vergessenen und daher unterbewerteten Ohrenarzt Gustav Brühl zu. Brühl hat mit seinem „Lehrbuch und Atlas zur Ohrenheilkunde“ von 1901 mehr zur Verbreitung des damals jungen Spezialfaches getan, als allgemein bekannt ist. Er hat auch einige Instrumente entwickelt und eine wichtige Modifikation…